Ist Sushi gesund?   

Die UNESCO erklärte die japanische Küche im Dezember 2013 zum immateriellen Weltkulturerbe. Sushi ist ein Teil dieser traditionellen Küche, die Washoku genannt wird.

Um die Frage zu beantworten, ob Sushi gesund ist, nehmen wir uns die einzelnen Zutaten, die im klassisch-traditionellen Sushi vorkommen, unter die Lupe.

Sushi ist ein japanisches Gericht in Form kleiner Häppchen, die aus gesäuertem Reis und verschiedenen Zutaten, zubereitet werden. Meist sind das Meeresfrüchte und Fisch.

Reis, die Hauptzutat von Sushi:

Während in Deutschland die meisten Reis als Beilage bezeichnen, würde dem jeder Japaner widersprechen. In Japan ist der Reis bei jeder Mahlzeit (Frühstück, Mittag- und Abendessen) das Hauptgericht und der Belag die Beilage, die dem Reis erst die Würze gibt.

Sushi Reis
Milchreis
Risotto Reis
Schwarzer Naturreis
Jasmin Reis
Patna Reis
Basmati Reis
Parboiled Reis
Kohlenhydrate
78
87,6
87,6
67,6
78,8
77,3
78,0
77,3
Eiweiß
6,7
7,0
7,0
9,8
7,0
7,3
9,0
7,3
Fett
0,5
0,6
0,6
3,1
0,7
0,9
0,9
0,9
Ballaststoffe
1,4
0,0
0,0
1,9
0,7
1,0
2,0
0,0
Kalorien
345
362
362
346
350
347
354
347
Broteinheit
6,5
7,3
7,3
5,6
6,6
6,4
6,5
6,0
Reis ist in gekochter Form kalorienarm. 100 gr. gekochter Reis enthalten ca. 120 kcal. Während 100 gr. ungekochter Reis ca. 350 kcal haben. Beim Kochvorgang nimmt der Reis viel Wasser auf. Wasser hat bekanntlich keine kcal. Somit entsprechen 100 gr. ungekochtem Reis 200-300 gr. gekochtem Reis. 

Das Gewicht des Reis verdoppelt bzw. verdreifacht sich durch den Kochvorgang.

Reis enthält komplexe Kohlenhydrate, die vom Körper langsamer verstoffwechselt werden. Deswegen macht Reis länger satt. Außerdem ist er fettarm.

Die im Reis enthaltenen Eiweiße sind qualitativ sehr hochwertig.

Aus Sicht der trad. chinesischen Medizin (TCM) wirkt Reis im Allgemeinen kühlend auf den Körper. Er schmeckt eher süß und stärkt das Qi. Er harmonisiert die Mitte und leitet Feuchtigkeit und Feuchte Hitze aus.

Weiterhin reguliert er die Darmflora, hilft bei Hautproblemen, Herpes, Ausfluß und bei Blasenentzündung. 

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 Fisch ist in Japan unzertrennbar mit Sushi verbunden:

Aus ernährungsphysiologischer Sicht macht es Sinn, regelmäßig Fisch zu essen. 

Fische liefern hochwertiges Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine wie D, B6 und B12, Mineralstoffe, Spurenelemente wie Jod und Selen und haben im Vergleich zu Fleisch (Schwein, Rind) einen niedrigeren Fettgehalt. 

Wer regelmäßig Fisch isst (2-3 mal die Woche), kann das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Fettstoffwechselstörungen mindern. Auch für die Cholesterinwerte ist Fischessen von Vorteil.

Aus Sicht der trad. chinesischen Medizin (TCM) tonisiert Fisch dein Qi, deine Nieren, dein Blut und deine Leber. Er ist süß bis leicht salzig. Je nach Art wirkt er erwärmend, neutral oder kühlend. Dagegen wirken Kavier, Krabben und Süßwasserkrebse kalt auf deinen Körper.

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Gemüse: die logische Ergänzung, die die Ernährung abrundet

Zu den ernährungsphysiologischen Vorteilen Gemüse zählen eine geringe Energiedichte, das Fehlen von Cholesterol, in der Regel ein geringer Fettgehalt und ein hoher Gehalt an Vitaminen (B-Vitamine, Vitamin C, -Carotin), Mengen- und Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen.

Gemüse gehört zu den energieärmsten Lebensmitteln bei einem gleichzeitig hohem Nährstoffgehalt.

Meiner Meinung nach passen Avocados, Gurken, Möhren, Paprika (rot, gelb), Shitake Pilze, Sprossen, Zucchini, Spinat, Mais, Aubergine, Rettich, Brokkoli, Kürbis, Frühlingszwiebeln und Spargel ausgezeichnet zu Sushi.

Aber auch Algen gehören zu Sushi, wie Sesamsamen (w/s), Ingwer, Chinakohl bzw. Weißkohl.

Aus Sicht der trad. chinesischen Medizin (TCM) wirken die unterschiedlichen Gemüsearten von kühlend, neutral bis wärmend. So lösen Algen Verhärtungen und Schleimansammlungen.
Auberginen helfen bei blutenden Hämorrhoiden und bei Verstopfung. Sprossen entwässern, entschleimen und entgiften. Brokkoli kühlt Leber und Blut.

Champignons wirken harntreibend, beruhigen den Geist und helfen bei hohem Blutdruck und erhöhtem Cholesterinspiegel. Chinakohl wirkt harntreibend und hilft bei Magenbeschwerden, Fieber und Husten.

Frühlingszwiebeln wirken schweißtreibend, öffnen Lunge und Magen. Er hilft bei Erkältungen und schüttelfrost.

Das ist nur eine kleine Auswahl, wie verschiedene Gemüsesorten auf deinen Körper wirken.

Mehr kannst du in meiner Liste der Lebensmittel aus Sicht der TCM entnehmen.

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Woher kommt unsere Faszination für Sushi?

 Sushi ist vielfältig und weitgehend fettfrei. 

Ein japanisches Sushi Menü ist ausgewogen, leicht und gut verdaulich. Es wird so gut wie nicht gewürzt und die Portionen sind relativ klein. Zumindest für deutsche Verhältnisse.

Es wird Wert auf Qualität und nicht auf Quantität gesetzt.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass uns die japanische Art und Lebensweise so völlig fremd ist, dass genau das uns fasziniert. 

Für mich sind Japaner Perfektionisten. Ihre Ehre steht über allem und das schlimmst, was einem Japaner passieren kann, ist, sein Gesicht zu verlieren. Also eine Mischung aus Vulkanier und Klingonen. Ob Gene Roddenberry das auch so gesehen hat?

Das Land war über Hunderte von Jahren abgeschottet gegenüber Einflüssen von Außen. Deswegen haben sich bestimmte Verhaltensweisen etabliert, die uns im Westen völlig fremdartig vorkommen.

Übertragen auf Sushi und die japanische Küche, kommen uns mit rohem Fisch belegte Reisbällchen doch schon sehr strange vor. Ich kann das wirklich nur bestätigen. Meine Sushi Karriere begann, weil ich mich überwinden konnte (trotz meiner Vorurteile gegenüber Fisch) in ein mit rohem Thunfisch belegtem Stück Reis zu beißen. 😉

Sushi ist vielfältig

Egal ob du Vegetarier, Veganer oder ein Normalesser bist, du kannst deine Sushi Stücke nach deinen Vorlieben bestellen oder selbst zubereiten.

Sushi ist weitgehend fettfrei

Die klassischen Sushi Stücke mit Reis, Fisch und Gemüse ohne weitere Zutat wie Frischkäse, gerösteten Zwiebeln, frittiert oder mit Mayonnaise haben relativ wenig kcal. 

Beispiel 1 Stück Nigiri:

Sake (Lachs) 55 kcal

Maguro (Thunfisch) 45 kcal

Ebi (Garnele) 44 kcal

Tako (Oktopus) 38 kcal

Ika (Tintenfisch) 39 kcal

Anago / Unagi (Aal) 62 kcal

Tamago (Ei) 60 kcal

 

Beispiel 1 Stück Maki

Kappa (Gurke) 18 kcal

Rettich, Kürbis 18 kcal

Tekka (Thunfisch) 24 kcal

Sake (Lachs) 28 kcal

Avocado 23 kcal

California Maki 35 kcal

Lachs, Avocado und Frischkäse 55 kcal

 

Sashimi

Lachs 100 g – Kalorien 162 kcal, Protein 20 g, Fett 10,9 g, Kohlenhydrate 0 g.

Thunfisch 100g – Kalorien 144 kcal, Protein 23 g, Fett 5 g, Kohlenhydrate 0 g.



Sushi Menü beim Japaner ist ausgewogen, leicht und gut verdaulich

Ein Sushi Menü beim Japaner befolgt die Grundregeln einer ausgewogenen Ernährung. Nach japanischem Verständnis bedeutet das, dass 5 Farben, 5 Geschmacksrichtungen und 5 Zubereitungsformen zur Anwendung kommen.

Somit werden alle 5 Sinne (sehen, schmecken, riechen, hören und fühlen angesprochen.

5 Farben (rot, gelb, grün, schwarz und weiß)

5 Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, bitter und umami)

5 Zubereitungsformen (dünsten, dämpfen, kochen, grillen und braten)



Genieße jeden Bissen und kaue gut

Die mundgerechten Sushi Stücke, die alle bis auf Temaki in einem Stück gegessen werden sollten, bilden eine abwechslungsreiche und Nährstoffreiche Mahlzeit. Das Essen mit Stäbchen verhindert, dass du dein Essen herunterschlingen kannst. 

Geheimnis einer gesunden Ernährung in Japan

Es wird nur wenig gewürzt. Die Portionen sind klein und werden mit wenig Fett zubereitet. Ein Mahl im japanischen Restaurant ist genaus so groß, dass du zu 80% statt wirst; aber nicht mehr.

Qualität statt Quantität

Es entspricht der japanischen Tradition, viel Wert auf Qualität, saisonale Zutaten und eine ausgewogene Ernährung zu legen. Kleine Portionen und viele verschiedene kleinere Gerichte am Tag essen.

Was ist Sushi - Dein kompletter Sushi Guide

Was brauchst du, um Sushi selber zu machen, inkl. Bezugsquellen?

Zutaten, die du wirklich brauchst

Sushi Reis die einzige Alternative für Sushi

So wie es Reis für Risotto und für Paella gibt, solltest du auch nur Sushi Reis für Sushi verwenden. Er hat genau die Eigenschaften, die dein Sushi Erlebnis so einzigartig macht.

Die beliebtesten Sorten in Japan für Sushi sind Reis der Sorte Koshihikari (Yume-Nishiki, Minori), Sasanishiki und Akitakomashi. Japaner sind Perfektionisten, die so lange an einer Sache arbeiten, bis sie perfekt ist.

Da ich ein Fan davon bin, das Rad nicht neu erfinden zu müssen, wer bin ich dann über 1000 Jahre Erfahrung in Frage zu stellen. 

Nori Blätter in verschiedenen Qualitätsstufen

Algen finden in der japanischen Küche eine reichhaltige Verwendung. Sie kommen in Suppen, Eintöpfen Salaten und Nudeln zur Anwendung. Eine besondere Alge ist Nori. Sie ist für die beliebten Maki Rollen unersetzlich. Es gibt sie in vier Qualitätsstufen (blau, grün, silber und gold).

Nori ist reich an den Vitaminen A, C, E und B12. Sie liefern zink und nur wenig Jod.

Sie sind fettfrei, reich an Eiweiß und Ballaststoffen. Sie senken den Cholesteringehalt im Blut und haben eine antikanzerogene Wirkung.

Wasabi ist nicht gleich Wasabi

Das Wasabi, das du in den meisten Restaurants und in Supermärkten erhältst ist kein echter Wasabi. Es handelt sich um europäisches Meerrettichpulver, inkl. Senfpulver, Maisstärke und Farbe. 

Echter Wasabi wird Hon-Wasabi genannt. Ein Kilo davon kostet ca. 450 €. Eine Tube Wasabi mit 43 gr. echten Wasabis würden dann um die 20 € kosten. Es gibt aber auch Wasabi-Tuben, in dem echter Wasabi enthalten ist.

Selbstverständlich kannst du auch frischen Wasabi kaufen oder sogar eine Wasabi Pflanze.

Wasabi wirkt sich gut auf die Verdauung aus und kann das Wachstum schädlicher Bakterien im Körper hemmen und sogar auch töten. Wasabi bzw. Senföle werden oft auch als pflanzliches Antibiotikum bezeichnet. 

Soja Sauce, das schwarze Gold, das entwickelt wurde, weil Salz viel teurer war

Für den täglichen Gebrauch gibt es meiner Meinung nach nur zwei Firmen, die für Sushi geeignet sind. Das sind die Soja Saucen von Kikkoman und Yamasa. Beim Kauf einer  Soja Sauce achte auf den Zusatz “natürlich gebraut”.

Selbstverständlich gibt es auch Soja Saucen, die in die Kategorie gehoben fallen. Das sind diejenigen, die in die Qualitätsstufe wie ein Champagner und besser fallen.

Doch diese würde ich mir wohl eher schenken lassen, als sie täglich oder auch nur wöchentlich zu verwenden.

Es gibt sie mittlerweile von beiden Firmen als traditionelle Form mit Weizen, salzarm, und glutenfrei. Soja Sauce sollte immer sehr sparsam verwendet werden.

Manche Soja Saucen reifen traditionell in Holzfässern für 6 Monate oder mehrere Jahre. Oder in Edelstahl Fässern, die unserer schnelllebigen Zeit gerecht werden sollen, um in kurzer Zeit im Supermarktregal zu stehen.

Die traditionell hergestellten Soja Saucen enthalten mehr Antioxidantien als Rotwein. Im Gegensatz zu Rotwein, sollte Sojasauce dennoch sparsam verwendet werden. Diese traditionellen Sojasaucen sind reich an Eiweiß, haben kaum Kalorien und Fett.

Ingwer, nur zwischen den Mahlzeiten

Ingwer hat die Aufgabe, den Geschmack zwischen zwei Sushi Happen zu neutralisieren. Es darf unter keinen Umständen zusammen mit deinem Sushi Stück gegessen werden. 

Das würde dein Geschmacks Erlebnis völlig verfälschen und gilt als Fauxpas dem Sushi Chef gegenüber. Du gibst ihm damit zu verstehen, dass er etwas falsch gemacht hat.

Ingwer ist reich an Kalium, Magnesium und Mangan. Er kurbelt den Stoffwechsel an und lindert sogar Reiseübelkeit.

Reisessig und kein Getreide Essig

Die ursprüngliche Form des Sushi entstand, weil man im frühen Japan Fisch in gekochtem Reis einlegte, um ihn haltbar zu machen. 

Danach grub man beides im Boden ein, um es nach Monaten wieder auszugraben. Dabei wurde der mittlerweile sauer gewordene Reis weggeworfen.

Irgendwann erkannte jemand, dass der saure Reis und der eingelegte Fisch eine schmackhafte Kombination war. Ab diesem Zeitpunkt begann man in Japan, den Reis zu säuern und mit Fisch zu kombinieren.

Reisessig ist weniger sauer als europäischer Essig. Er sollte nicht gekocht werden, da er sonst sein Aroma verliert.  Reisessig stärkt deine Immunität, reguliert deinen Blutdruck, er verhindert Infektionen und entgiftet deinen Körper.

Was ist Sushi - Dein kompletter Sushi Guide

Zubehör, das unverzichtbar ist 

Reiskocher versus Kochtopf

Als ich mit meiner Sushi Karriere begann, habe ich viele Versuche gebraucht und noch mehr Erfahrung gesammelt, um ein zufriedenstellendes Ergebnis beim Reis Kochen zu erhalten.

Bis mir die Hutschnur gerissen ist und ich beim nächsten Einkauf im Asia Laden einen Reiskocher für knappe 20 DM gekauft habe. Diese Investition hat sich bis heute mehr als ausgezahlt.

Mittlerweile habe ich einen Reiskocher gekauft, der einen An-/Aus-Knopf und einen Einsatz zum dämpfen von Gemüse oder anderen Lebensmitteln enthält.

Er funktioniert ähnlich wie ein Dampfkochtopf, hat einen Flüssigkeits-Auffangbehälter auf der Rückseite.

Auch wenn in der Beschreibung steht, dass der antihaftbeschichteter Gartopf spülmaschinen geeignet ist, würde ich ihn niemals und unter keinen Umständen in die Spülmaschine geben. Der Gartopf kann ganz einfach mit Wasser Spüli und einem Tuch gereinigt werden. 

Es lohnt sich und wenn du so vorgehst hast du sehr lange Freude mit deinem Reiskocher.

Bambusmatte – Makisu

Eine Bambusmatte ist für Sushi unverzichtbar. Denn ohne diese wird nichts mit deinen Maki Rollen. Du solltest die Matte in Frischhaltefolie einwickeln. Das ist hygienischer, da sich die Reiskörner und der Belag nicht zwischen die Bambusstäbchen festsetzen können.

Zipp-Beutel sind dafür völlig ungeeignet, da die Bambusmatte verrutschen würde. Das wiederum macht deine Maki Rollen instabil. Beim Rollen bitte immer daran denken, dass die Fäden der Matte von dir weg zeigen.

Essstäbchen – Hashi

Es gibt in Japan Orte, wo es verpönt ist, Sushi Stücke mit Stäbchen zu essen. Ursprünglich ass man Sushi mit den Fingern. Erst später begann man in Japan Sushi mit Hashi zu essen.

Wenn du also absoluter Sushi Anfänger bist, iss Sushi mit deinen Fingern. Bei unseren Sushi Partys bieten wir jedem Gast Essstäbchen an. Doch die meisten essen Ihre Sushi Kreationen mit den Finger. 

Hangiri versus Schüssel

Ich habe erst nach vielen Jahren einen Hangiri gekauft. Dann sind noch einmal ein paar Jahre vergangen, bis ich herausgefunden habe, wie man mit einem Hangiri richtig umgeht. 

Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie man es schaffen kann, dass der so extrem klebrige Sushi Reis ohne Sauerei aus dem Hangiri entfernt werden kann. Dabei ist es so einfach. 

Das Geheimnis ist, man benutzt Wasser und ein saubere Stofftuch vor dem ersten Benutzen und später füllt man vor jedem gebrauch Wasser in den Hangiri. Fertig.

Ich habe in den ersten Jahren eine ganz normale sehr große Salatschüssel zur Sushi Reis Herstellung verwendet. Deine Schüssel kann, aus Holz, Keramik oder Plastik bestehen. Jedoch niemals aus Metall.

Die Essigsäure greift die meisten Metalle an und dabei entsteht Acetat. Das ist sehr ungesund und verfälscht außerdem den Geschmack.

Scharfes Messer

Absolut unverzichtbar ist ein sehr, sehr, sehr scharfes Messer mit einer langen Klinge, um deinen Maki Rollen in mundgerechte Stücke zu schneiden. Es ist wichtig, dass du die Stücke in nur einem einzigen Schnitt zerteilst.

Weiterhin solltest du nach jedem Schnitt das Messer mit einem feuchten Tuch abwischen und das Messer vor jedem Gebrauch in eine besondere Wasser Essig Mischung tauchen.

Damit stellst du sicher, dass deine Maki Rollen nicht ausfransen und zerfallen.

Die Dinge, die “nice to have” sind

Es gibt viele Hilfsmittel, die dir beim Rollen und Formen deiner Sushi Kreationen helfen sollen. Das Problem bei den meisten dieser Hilfsmittel ist nur, dass du zu viel Reis verwendest. Das gilt vor allem für den Nigiri-, Maki-, und Onigiri-Maker.

Was mir aber schon gute Dienste geleistet hat, ist eine Ingwer bzw. Wasabi Reibe. Doch auch diese habe ich erst nach Jahren angeschafft.

Willst du Oshi Sushi zubereiten, dann kommst du um einen Oshi Maker nicht herum. Mit ihm kannst du wundervolle Sushi Happen herstellen. Sie sind zudem auch ein toller Snack fürs Büro oder deine Bento Box.

Eine weitere Speise, die kein klassisches Sushi ist, sind Gyoza Teigtaschen. Das sind japanische Maultaschen oder italienische Ravioli. 

Mit Stäbchen essen

Mit Stäbchen zu essen kommt einem am Anfang schwer vor. Doch wie bei allem macht Übung den Meister. Wie aber schon früher erwähnt, kann man Sushi auch mit den Fingern essen. Oder du verwendest zu Beginn Essstäbchen für Kinder. 

Diese Essstäbchen für Kinder kannst du dir auch selber bauen. Das einzige, was du dazu benötigst sind ein Gummi und ein Taschentuch.

Was ist Sushi - Dein kompletter Sushi Guide

Welche Sushi Arten gibt es?

Hoso-Maki (kleine Maki Rolle)

Eine Hoso-Maki Rolle besteht aus 1-2 Beilagen. Aus dem Restaurant kennst du Maki Rollen, die mit Gurke, Avocado, Surimi, Rettich oder Fisch (Lachs, Thunfisch) gefüllt sind.

Für Hoso Maki wird das Nori Blatt halbiert und mit Reis belegt.

Futo-Maki (große Maki Rolle)

Eine Futo-Maki Rolle besteht aus 3-4 Beilagen und es wird ein ganzes Noriblatt dafür verwendet. Bei der Füllung einer Futo Maki Rolle sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. 

Du kannst sie rein vegetarisch, vegan oder mit gegrilltem bzw. panierten Fisch oder Fleisch füllen. Mittlerweile gibt es den neuen Trend, Futo und Hoso Maki Rollen im ganzen zu frittieren. 

Ura-Maki (inside-out-Maki)

Die wohl bekannteste Ura-Maki Rolle ist wohl die California Roll. Diese ist allerdings keine echte Kreation aus Japan. 

Sie stammt entweder von einem Japaner, der in den 60er-Jahren von Japan nach Los Angeles (Ichiro Mashita) oder von einem, der in den 70er-Jahren nach Kanada (Hidekazu Tojo) ausgewandert ist. 

Wer auch immer es war, er wollte wohl zum einen die Hemmschwelle herabsetzen, in ein Stück Sushi zu beißen, dass von außen schwarz umhüllt war. Also dreht er die Nori Seite einfach um, so dass der Reis außen war.

Zum anderen wollte er Sushi an den westlichen Gaumen anpassen. Dazu tauschte er rohen Fisch durch Surimi, Gurke und Avocado aus. Als besonderen Hingucker wendete er die Maki Rolle entweder in geröstetem Sesam oder kleinen Fischeiern (Tobiko oder Masago).

Ob Marketing Trick oder nicht, fest steht, dass dieser Schritt wahrscheinlich dazu beigetragen hat, dass Sushi die westliche Welt eroberte.

Die California Roll ist sehr gut geeignet, um Anfänger an Sushi heranzuführen.

Du kannst sie aber auch dafür nutzen, deine Kinder an Sushi heranzuführen. 

 Temaki (Schultüte)

Bei Temaki hält man ein halbes Noriblatt in der Hand und rollt es zu einem Kegel zusammen. Ich nenne es Schultüte, da es mich an die Schultüten der Erstklässler erinnert.

Hierfür wird etwas Reis in das Noriblatt gelegt und anschließend leicht fest gedrückt. Wichtig dabei ist, dass du dir einen 45 Grad Winkel vorstellst. Also sollte auch der Inhalt diagonal in das Noriblatt gelegt werden. 

Hier gilt in jedem Fall, dass du die Temaki „Rolle“ zwar nicht im Ganzen essen kannst und sollst. Du sie aber erst aus der Hand nimmst, wenn du sie vollständig aufgegessen hast. 

Es gilt als absolutes No Go einen Bissen deines Temaki Stücks abzubeißen und danach auf deinen Teller zurück zu legen. 

Erst aufessen und ein anderes Sushi Stück essen. 

Gunkan-Maki (Schlachtschiff)

Ist eine Form von Nigiri Sushi, die an ein Schlachtschiff erinnert. Auf einem klassischen Nigiri Stück hält kein Algensalat oder Fischeier. Deswegen wurde Gunkan entwickelt, um auch diesen Toppings eine Form zu geben. 

Bei Gunkan wird um das Reisbällchen ein schmaler Streifen eines Noriblatts gewickelt. Dabei ist das Blatt höher als das Reisbällchen, sodass du es mit leckeren Toppings füllen kannst. Das Reisbällchen ist etwas größer als beim eigentlichen Nigiri Stück mit Belag.

Nigiri Sushi

Ist eine klassische Variante, die für die Hafenarbeiter entwickelt wurde. Sie gilt bis heute als gesündestes Fast Food. Es ist genau zu dem Zweck entwickelt worden. Die im Hafen arbeitenden Leute in kurzer Zeit mit gesunden Happen satt zu machen. 

Nigiri bedeutet gedrückt bzw. gepresst, weil der Reis und der Belag mittels leichtem Drücken zusammengepresst werden. Dabei umschließt der Belag, meist eine Scheibe Fisch, den länglichen Reisballen von einem zum anderen Ende.

Das ist zum Beispiel ein Erkennungsmerkmal von gutem zu weniger gutem Sushi.

Bild Gut Bild schlecht

 Chirashi Sushi

Gehört zu den klassischen Sushi Varianten. Dabei werden verschiedene Zutaten auf ein Bett von Reis gelegt. Chirashi Sushi bedeutet in diesem Sinne verstreut. Dabei kannst du verschiedene Toppings auf dem Reis verstreuen.

Es gibt verschiedene Chirashi Sushi Varianten: Edomae (Chirashi Tokio Stil), Bara-Chirashi, Gomoku-Chirashi (Osaka Stil). 

Diese Art von Sushi, ist sicherlich die einfachste Form und kann für dich der Einstieg in deine Welt des Sushi werden. Wie bei allen Sushi Kreationen, ist alles möglich, was dir schmeckt. 

Oshi Sushi

Um Oshi Sushi (auch Hako Sushi genannt) herzustellen, benötigst du einen länglichen Kasten, der Oshi Sushi Maker genannt wird. Damit kannst du Sushi Stücke herstellen, die in Schichten angelegt werden.

Du beginnst damit eine dünne Lage Reis hineinzulegen und leicht anzudrücken. Danach folgt meist Fisch, eine Lage Reis, Tamago oder, was dir sonst gut schmeckt.

Age Sushi

Sind frittierte Maki Sushi Rollen, die in Tempura Teig in einer Pfanne oder einem Topf frittiert werden. Es gibt aber auch Age Sushi, die in Mehl, Ei und Panko paniert werden. Beides ist möglich. 

Und wie immer sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Inari Sushi

Besteht aus frittierten Tofutaschen, die meistens nur mit Sushi Reis gefüllt werden. 

Inari Sushi kannst du bereits fertig im Asia Laden kaufen. 

Zu Beginn kann es schwierig sein, die Taschen zu öffnen ohne sie zu beschädigen. Deswegen ist es sinnvoll, sie vorher mit kochendem Wasser zu übergießen. Sie anschließend auf ein paar Zewa Stücken abzutrocknen und danach vorsichtig zu öffnen.

Du kannst sie auch mit anderen Inhalten als nur mit Reis zu füllen. Eine andere Möglichkeit ist, den Reis zum Beispiel mit Furikake zu vermengen und dann in die Tofutaschen zu füllen. 

Wie immer gilt, lass deiner Fantasie freien Lauf.

Was ist Sushi - Dein kompletter Sushi Guide

Welche Getränke passen zu Sushi?

Alles was dir schmeckt. Doch ein paar Ausnahmen gibt es schon. Zunächst beantworte ich dir die Frage, was man in Japan zu Sushi trinkt. 

Meist wird in einem japanischen Restaurant automatisch grüner Tee serviert. Aber nur Bancha oder Sencha. Diese beiden Tee-Sorten passen hervorragend zu Sushi, da diese beiden aromatisch am besten passen.

Das gilt nicht für Matcha oder Gyokura. Matcha Tee ist der Tee, der untrennbar mit der Teezeremonie verbunden ist. 

Er wird aus den zartesten Trieben der Teepflanze gewonnen und sehr klein gerieben. Da er einen sehr intensiven Geschmack hat, ist er für Sushi ungeeignet.

Gyokura heißt edler Tautropfen. Er ist der Champagner unter den Japan Tees. Er wird nur zu besonderen Anlässen getrunken.

Genmaicha ist japanischer grüner Tee mit geröstetem Reis. Er hat einen duftenden und erfrischenden Geschmack und passt auch sehr gut zu Sushi.

Es werden in Japan aber auch japanisches Bier, Sake und ein milder Whisky zu Sushi serviert. 

Was kannst du in Deutschland zu Sushi trinken?

Neben den oben genannten Getränke kannst du selbstverständlich auch deutsches Bier zu Sushi trinken, mit einer Ausnahme, Starkbier ist für Sushi wegen des intensiven Geschmacks völlig ungeeignet.

Auch ein leichter nicht zu intensiver Weiß- oder Rotwein passt ebenfalls zu Sushi. Und zu guter Letzt, Wasser, ob mit oder ohne Sprudel.

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Japanische Regeln und Etikette bei Tisch

oder wie du einen Fauxpas beim Japaner vermeidest. 

Im Japan Restaurant erhältst du vor dem Essen ein feuchtes kleines Handtuch,  Oshibori genannt. Es dient dazu, die Hände (und nur diese) zu reinigen.

Die Essstäbchen (Hashi) darfst du unter keinen Umständen aneinander reiben. Das gibt dem Sushi Chef zu verstehen, dass er dir minderwertige Ware gibt. Beim Japaner wird dir das unter keinen Umständen passieren. Denn dann würde der Chef sein Gesicht verlieren.

Die Stäbchen liegen immer parallel vor dir. Nach dem Essen solltest du alle Teller und Schälchen an die Position zurücklegen, wie zu Anfang deines Essens.

Als absolutes No Go gilt: niemals und unter keinen Umständen die Hashi in den Reis oder andere Gericht zu stecken. Auch Essen mit den Stäbchen von einem zum anderen reichen ist verboten. Beides ist Teil der Beerdigungszeremonie.

Verwende so wenig wie möglich Soja Sauce. Nur so kannst du richtig deine Sushi Stücke essen, ohne dass du das reine weiß des Reis zerstörst.

Beim Japaner würzt der Sushi Chef deine Sushi Stücke mit Wasabi. Im Sushi Restaurant wird das meist nicht gemacht. Da musst du das selber machen. Es wird aber als unart angesehen, die Soja Sauce mit Wasabi zu vermischen. Wasabi als Topping auf deine Sushi Stücke ist dagegen voll in Ordnung.

Eine weitere Unart ist es, Ingwer zusammen mit deinen Sushi Stücken zu essen. Beim Japaner entlarvt dich das als als absoluten Banausen. Jedes Sushi Stück wird in liebevoller Handarbeit genauso zubereitet, dass es für dich ein perfekt abgestimmtes Geschmackserlebnis ist. Der Ingwer dient nur dazu, deine Geschmacksnerven zwischen den Sushi Stücken zu neutralisieren.

Mehr Informationen kannst du auch in meinem Sushi Knigge “do’s and dont’s beim Sushi Essen” nachlesen.

Vorteile einer gesunden Ernährung und wie du mit Sushi abnehmen kannst. (jap. Ernährungskreisel)

Was ist Sushi - Dein kompletter Sushi Guide

Früher habe ich mich sehr intensiv mit Lebensmitteln und deren Inhaltsstoffen auseinander gesetzt. 

Irgendwann kam ich zu dem Schluss, dass in jedem Lebensmittel irgendwelche Schadstoffe gefunden werden können. Außerdem findet man im Internet viele Pros und Cons für oder gegen bestimmte Lebensmittel oder Zubereitungsformen.

Meine Schlussfolgerung aus allem ist heute, iss das, was deinem Körper gut tut und lass die Finger von den Lebensmitteln und Gerichten, die dir nicht bekommen.

Aber zurück zu Japan und dem japanischen Ernährungskreisel.

Beim japanischen Ernährungskreisel werden im Gegensatz zur westlichen Ernährungspyramiden fertige Gerichte gezeigt. Der japanischen Ernährungskreisel  wird von oben nach unten gelesen.

Das bedeutet, was ganz oben steht, ist besonders wichtig bzw. von diesen Gerichten sollte moderat viel gegessen werden.

Es fällt aber auch auf, dass moderate körperliche Aktivität, Wasser und Tee trinken als oberstes Gebot gesehen werden und den Kern jeder gesunden Ernährung symbolisiert aus japanischer Sicht.

Laut den Empfehlungen der japanischen Ernährungspyramide sollten pro Tag fünf bis sieben Portionen an Getreidegerichten (vor allem Reis, gefolgt von Nudeln und Brot), fünf bis sechs Portionen Gemüsegerichte, drei bis fünf Portionen Fisch- und Fleischgerichte bze. Eier und Soja-Gerichte, sowie je zwei Portionen Milch bzw. Früchte verzehrt werden.

Reis gehört in Japan zu jeder Mahlzeit dazu. Es sei denn, Du isst ein japanisches Nudelgericht.

Die Kleine blaue Schnur links steht für Süßigkeiten, Getränke, Kaffee und andere industrialisierte Produkte, die nur in Maßen konsumiert werden sollten.

Du solltest dich allerdings von den Porttionsgrößen, die in Deutschland üblich sind verabschieden. In Japan sind die Portionen geschätzt 3-5 mal kleiner als bei uns. Denn es gehört im Land der aufgehenden Sonne darum, nur so viel zu essen, dass du zu 80% gesättigt bist. 

Wenn du jetzt wissen willst, wie es sich anfühlt nur zu 80% satt zu sein, dann ist es das Gefühl: 

“Oh das war ein leckeres Essen, ich könnte noch ein wenig mehr davon vertragen” 

Doch wenn du dann diese kleine extra Portion gegessen hast, fühlt es sich an wie Fraß und Völlerei. Sozusagen der kleine Tropfen, der deinen Magen überfüllt. Mit dem Gefühlt, das war doch zu viel.

Schon mal selbst erfahren? Kennst du das Gefühl?

Fazit Sushi at Home:

Was ich aus unseren Sushi at Home Partys und unseren Sushi Kursen gelernt habe:

Ich finde es absolut faszinierend, wie viel Spaß die unterschiedlichsten Menschen beim Rollen und Formen ihrer Sushi Kreationen haben können. Zuzusehen, wie sie sich stolz ihre Ergebnisse zeigen und gegenseitig Tipps geben. Das erleben zu können “makes my heard warm”.

 

In diesem Sinne Itadakimasu!

Deine Angjinsan





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